EuroShop 2017 – Unsere Highlights

Geschrieben am 24.03.2017 von in Branche, Events, Fashion, Hardware, POS-Technologie, Software

In diesem Jahr fand wieder einmal in Düsseldorf die weltgrößte Fachmesse für den Investitionsbedarf des Handels statt: Die EuroShop. Aufgeteilt auf insgesamt 7 verschiedene inhaltliche Dimensionen konnten die Aussteller aus der ganzen Welt Ihre Neuerungen und Konzepte rund um den (stationären) Handel vorstellen. Als Besucher konnten wir uns auch in diesem Jahr viele Aussteller und dessen Produkte ansehen, besonders interessant war für uns natürlich der Bereich Retail Technology. Zudem haben wir uns verstärkt die Anbieter aus den Dimensionen POP, Expo und Event Marketing angesehen, um zu ermitteln, welche Erlebnisangebote es für den Fashion Retail geben kann.

In der Zwischenzeit haben wir unsere Eindrücke im Team gesammelt und Revue passieren lassen:

Wie bereits auf der BOE Messe im Februar in Dortmund hat auch auf der EuroShop in diesem Jahr das Thema Virtual Reality (VR) Einzug gehalten. Diverse Dienstleister haben dieses Thema aufgegriffen und erste Ideen und technische Lösungsansätze präsentiert. Diese Diversität fanden wir besonders interessant, konnten bislang aber für unseren Fachbereich Fashion Retail noch keine etablierten Use-Cases erkennen. Wir sind dennoch gespannt, wie sich die Nutzfelder dieser Technologie weiter entwickeln werden.

Eine sehr präsente und für uns natürlich entscheidende Thematik ist, wie die Zukunft der eigentlichen Kasse im Handel aussieht: Viele Theorien zielen darauf ab, dass das eigentliche Abkassieren in Zukunft wegfallen wird. Diesen Theorien können wir jedoch nicht zustimmen: Wir glauben, dass die Zukunft Veränderungen mit sich bringen wird, eventuell wird es keinen physischen Kassentresen mehr geben und Kassierabläufe werden nur noch über mobile Devices und das Einbeziehen von bargeldlosem Bezahlen abgehandelt, jedoch wird es im Retail immer einen Check Out geben.

Die Weiterentwicklung zur Nutzung von RFID bei Händlern wurde ebenso deutlich: Bei Gesprächen mit verschiedenen Anbietern wurde uns bestätigt, dass RFID für den Handel einen großen Nutzen mit sich bringen kann, aufgrund der verhältnismäßig hohen Kosten bedarf es aber der ganzheitlichen Nutzung im gesamten Logistikprozess, um mit dieser Technologie einen ROI erreichen zu können.

Wir konnten aber auch tolle Ideen und Produkte kennenlernen, die für unsere Kernbranche äußerst spannend sein können. Anknüpfend an die Vorträge zum Thema Augmented Reality, der computer-gestützten Erweiterung der Realität, welche wir auf der BOE Messe in Dortmund anhören konnten, gab es einen inspirierenden Anwendungsfall für die Fashion Branche: Die Firma SmartPixels aus Frankreich hat auf der EuroShop den „Augmented Mannequin“ vorgestellt. Durch den Einsatz der Augmented Reality Technologie konnten auf einem Mannequin, welcher ein weißes Hemd trug, neue Varianten gezeigt werden. Eine Lösung, die nicht nur erlebnisorientiert ist und Aufmerksamkeit generiert, sondern Händlern ein flexibles und reaktionsschnelles Arbeiten im Retail ermöglicht. Händler können ihre Vielfalt ohne logistische Engpässe oder zeitliche Aufwände minimieren, da das An- und Abkleiden der Schaufenster-Puppen und die Handhabung der Schaufenster-Reservierungen durch diese technologische Unterstützung der Vergangenheit angehören.

Weiterhin hat uns beeindruckt, was uns die Firma IBM in diesem Jahr auf ihrem Messestand geboten hatte. Das Produkt „Watson Window“ bietet als lernfähige Kundenberatung ohne Verkäufer neue Perspektiven für den Mode-Einzelhandel. Die Technologie der künstlichen Intelligenz unterstützt durch gezielte Fragen und ausgewählte Vorschläge die Kaufentscheidung und tritt mit dem Kunden auf eine neue kommunikative Weise in Interaktion. Der permanente Lernprozess ermöglicht eine stetige Erweiterung und Verbesserung der Lösung zur Steigerung der Kundenzufriedenheit.

Zusammenfassend hat sich der Besuch auf der EuroShop für uns wieder gelohnt. Der Retail bedarf Jahr für Jahr neue Trends und Entwicklungen. Zwar gab es technologisch in diesem Jahr kein konkretes Key Thema, auch der Omni-Channel Trend scheint langsam zurückzugehen, aktuell wird aber deutlich, dass sich der Einzelhandel zu einem Erlebnisort wandeln möchte. Dem Kunden sollen offline im Store vor Ort Erlebnisse geboten werden, welche die emotionale Verknüpfung und somit die Händlerbindung verstärken. 

Benjamin Hempel

Benjamin Hempel ist ein Eigengewächs von act'o-soft. Nach seiner Ausbildung als IT-Systemkaufmann bei act'o-soft, ist er nun im Bereich Business Analyse tätig. Er ist unser Ass für Usability und User Experience (UX). Im Blog schreibt er dementsprechend vor allem über unsere Oberflächen, Usabillity und deren Auswirkung auf Fashion Retail.


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